Als Abenteurer kommt man natürlich viel herum. Auf meiner Landkarte, wo ich alle Orte an denen ich schon war, einzeichne, befindet sich allerdings noch ein weißer Fleck. Und das ausgerechnet hier in Deutschland. So nahm ich mir bei der nächsten Gelegenheit vor, unbedingt diese Gegend zu erkunden und zwar von Hannover Richtung Südosten bis zum Deutsch-polnisch-tschechischem Länderdreieck. Also eine Route quer durch Sachsen-Anhalt und Sachsen.
Was da wohl für Abenteuer auf mich warten werden? Naja, viele wahrscheinlich nicht. Damit ich aber wenigstens etwas in mein Reisetagebuch schreiben kann, wollte ich mich gleichzeitig als Hoteltester versuchen. Ich startete also in zwei Hannover Hotels. Das eine besuchte ich zum Abendessen und das andere zum Übernachten. Es waren ganz normale Stadthotels mit gutem Service und einem überraschend angenehmen Ambiente und Komfort, den in nicht erwartet hätte.
Am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter nach Halberstadt. Dort probierte ich die berühmten Halberstädter Würstchen. Länger hielt ich mich nicht im Harz auf, da ich schon mal hier war. Besonders gespannt war ich vielmehr auf Halle an der Saale. Ich muss dann immer an einen Spruch von meinem Papa denken, der lautete: in Halle werden die Doofen nicht alle. Also machte ich mich auf alles gefasst. Doch wenn ihr denkt, ihr könnt hier lesen, wie schlimm es in Halle war, muss ich euch leider enttäuschen. Hier lauerte kein Abenteuer auf mich, keine lustigen Zwischenfälle, positiven oder negativen Überraschungen. Aber wenigstens konnte ich jetzt den weißen Fleck auf meiner Landkarte schon um ein großes Stück verkleinern.
Jetzt ging es weiter nach Dresden. Und da muss ich ehrlich gesagt später noch einmal hin. Erstens ist hat die Stadt so viele Sehenswürdigkeiten und ein ausgesprochen interessantes Abend- und Nachtleben. Dort lernte ich auch einen netten Schlesier kennen, der mich am nächsten zum Essen ins Hotel Karkonoski einlud, das sich nicht weit hinter der deutsch-polnischen Grenze befand. Ich muss sagen, das kleine polnische Städtchen am Queis hat mir von der ganzen Reise am besten gefallen.
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