Weihnachten ist vorbei und ich bin froh, dass die Feiertage hinter mir liegen. Jeder verbringt die letzten Tage des Jahres auf seine Weise, der eine geht arbeiten, vielleicht auch weil ihm der Familientrubel zu Hause zu viel wird, der andere ruht sich aus bevor Montag wieder zeitig der Wecker klingelt, andere genießen die Zeit mit ihren Kindern und manche probieren in den letzten verbleibenden Tagen des alten Jahres ihre Weihnachtsgeschenke aus.
Ich hatte mir vorgenommen alles miteinander zu verbinden, denn ich hab zu Weihnachten einen Gutschein für eine Kurzreise in die Lüneburger Heide unter dem Weihnachtsbaum liegen gehabt und beschlossen die 2 Tage im alten Jahr gleich einzulösen. So kann ich dem Trubel zu Hause entfliehen, mich entspannen und die Zeit mit meinen Kindern verbringen, denn die kommen auch mit.
Ja ich weiß, eigentlich ist so ein spießiger Familienurlaub ja nichts für mich und das Übernachten im Dschungel oder die Durchquerung der Wüste würde mir durchaus mehr zu sagen, aber was tut man nicht alles für die liebe Familie.
Also ging es am Montagmorgen los, doch schon das Verstauen der Koffer war ein Highlight für sich. Ich hab keine Ahnung was meine Frau alles eingepackt hatte, aber es war definitiv mehr als was ich in 3 Monaten gebraucht hätte. Nun das Gepäck war untergebracht und die Fahrt ging los, doch weit kamen wir nicht, denn wir hatten einen Platten. Das hieß sämtliches Gepäck wieder aus dem Kofferraum Radwechsel und das Spiel des Verstauens begann von vorn. Nach nicht mal einer halben Stunde auf der Autobahn ereilte uns dann schon das nächste Unglück, Stau! Anfangs war es ja noch ganz erträglich, aber als uns klar wurde, dass wir auch die Nacht im Auto verbringen würden, wurden meine Kinder und meine Frau schon ziemlich ungehalten, doch es half alles nix und im frühen Morgengrauen begann es langsam wieder zu rollen und unsere Reise konnte fort gesetzt werden. Doch nicht etwa, dass man denkt man konnte fahren, nein, es war eher ein dahin schleichen auf der Autobahn. Und nach unzähligen Stunden im Auto erreichten wir das Hotel Liebenstein, das Problem an der Sache war, dass es mittlerweile schon 5 Uhr nachmittags war und wir alle von der nervigen Autofahrt so geschafft waren, dass wir nur noch einchecken konnten und dann auch schon ins Bett gefallen sind.
Am nächsten Morgen wieder erwacht, hieß es dann auch schon auf wieder sehen, denn dies war unser Abreisetag. Also Koffer verstauen, alle Mann ins Auto und ab nach Hause …
Entspannen konnte man sich in diesem Urlaub zwar nicht, aber ich hab Zeit mit meiner Familie verbringen können und eins hab ich dabei gelernt, auch wenn sich ein Urlaub in der Lüneburger Heide nicht gerade nach Spannung anhört, so ein Ausflug mit der Familie kann auch richtig abenteuerlich werden.