ich liebe es durch den Wald zu streifen. So auch heute.
Die 5 Elemente finde ich vor allem hier. Die Sonne ist bereits aufgegangen und es ist nur ein kurzer Weg. Ich komme immer sehr früh hierher, dann sind noch keine anderen Fußgänger unterwegs, die kommen erst später. Es ist etwa 5 Uhr, als ich an den ersten Bäumen vorbeigehe. Ich atme tief die würzige Luft. Es hat letzte Nacht geregnet und die Luft ist unbeschreiblich frisch. Mein kleiner Hund läuft neben mir, schnüffelt hier und da und teilt mir auf diese Weise mit, wo noch vor wenigen Stunden wilde Tiere den Weg gekreuzt haben. Mein Weg führt mich zur alten Lichtung. Neben der alten Tanne bleibe ich stehen. Ich lächle. Auf der Lichtung stehen die Zelte der Jugendgruppe. Die Kinder schlafen noch. Mein Hund schaut mich fragend an. Ich lege den Finger an die Lippen und er versteht. Wir gehen leise weiter, lassen die Zelte hinter uns.
Nun geht es leicht bergauf. Oben angekommen trete ich zwischen den Bäumen hervor. Die 5 Elemente. Hier fühle ich sie immer besonders. Erde, Wasser, Feuer, Metall und Holz. Mein wichtigster Ort zur richtigen Zeit. Deshalb setze ich mich auf den Baumstamm und fühle das alte Holz unter mir. Vor mir läuft ein Bach, schlängelt sich durch den Kies und verschwindet dann im Erdreich. Wasser und Erde. Blick ich nach vorn, sehe ich einen Zaun. Die Metalldrähte verhindern, dass die friedlich grasenden Kühe ihre Weide verlassen. Metall. Neben mir ist die Feuerstelle. Einer der schönsten Plätze am Waldrand. Hier darf gegrillt werden und ich kann jetzt noch riechen, dass hier letzte Nacht die Jugendlichen einen wunderschöne Abend verbracht haben. Feuer. Ich weiß gar nicht wie lange ich dasitze. Mein Hund hat sich längst ins Gras gelegt, den Kopf auf den Pfoten beobachtet er mich und ich könnte schwören, er lächelt.
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